LE TEMPS Die Rückkehr des Kantors von Schweizer Hanf



LE TEMPS

Die Rückkehr des Kantors von Schweizer Hanf

David Haeberli, 26.01.2018

 

"Ich dachte, dass Hanf ohne Eier niemals funktionieren würde. Ich habe mich geirrt." Bernard Rappaz empfängt in einem eleganten Raum, eingebettet am Fusse eines schicken Genfer Stadtteils. Der Walliser Bauer hat eine Ankündigung zu machen: Er will in das legale Cannabisgeschäft einsteigen. Diese Art von Cannabis ist seit 2011 im Bund zugelassen, weil es nicht mehr als 1% THC enthält, die Substanz, die einen "high" macht. Ein Kraut ohne männliche Attribute, in der blumigen Sprache des Mannes mit dem unveränderlichen Maultierschnitt. Das Produkt heißt Holyweed. Es wird über das Internet verkauft. Die Investition von Bernard Rappaz und seinen beiden jungen Mitarbeitern beläuft sich auf mehr als 1 Million Franken.

 

Der Sächsische tritt in einen Markt ein, der in Fahrt kommt. Bis 2017 soll die Zollsteuer auf diese Produkte zwischen 60 und 100 Millionen Franken einbringen. Gemäss Zahlen vom letzten Sommer hat die Zollverwaltung 250 Produzenten von legalem Cannabis in der Schweiz gezählt, gegenüber nur fünf Anfang 2017. Die Mehrheit sind keine Bauern, sondern Menschen, die ihr Kraut in Ställen anbauen.

 

"Auf dem Schweizer Markt besteht ein grosser Mangel an Informationen über die Herkunft der Produkte. Der grösste Teil des in der Schweiz verbrauchten Hanfs wird importiert. Ich kämpfe auch für unsere Bauern", Bernard Rappaz, Hanfpflanzer.

 

Als Purist wächst Bernard Rappaz unter freiem Himmel, in den Kantonen Waadt und Jura. "Ich bringe mein Saatgut zu den Biobauern", sagt er. Die Trocknung findet in der Broye statt." Um in diesem Winter bereit zu sein, wurden im vergangenen August mehrere Tonnen Hanf geerntet.

 

Der Hanfpflanzer besteht auf einer sorgfältigen Verpackung und Verbraucherinformation. "Auf dem Schweizer Markt besteht ein grosser Mangel an Informationen über die Herkunft der Produkte", sagt er. Der grösste Teil des in der Schweiz verbrauchten Hanfs wird importiert. Ich kämpfe auch für unsere Bauern."

 

Das Produkt wird zu einem Preis verkauft (39 Franken pro 3,5 Gramm), der es in die hohe Bandbreite des derzeit in der Schweiz, insbesondere an den Kiosken, verkauften Cannabis einordnet. Der Preis beinhaltet 8% Mehrwertsteuer und 25% CDB-Steuer, d.h. Cannabidiol, das entspannende Molekül. In der Schweiz kam der Markt 2016 richtig in Schwung, als es den Produzenten gelang, einen Cannabis zu entwerfen, der einen niedrigen THC-, aber hohen CBD-Gehalt aufweist.

 

Hungerstreiks

Um Holyweed zu lancieren, schloss sich Bernard Rappaz mit zwei Genfern zusammen. Der Züchter wird im Februar 65 Jahre alt. Er sagt, er sei sehr glücklich mit dieser Ehe von Karpfen und Kaninchen: "Ich bringe meinen Namen und meine Erfahrung mit. Sie bringen die Mittel, um meinen Traum zu verwirklichen."

 

Der Walliser machte sich 1993 einen Namen als erster Landwirt, der Hanf in der Schweiz anbaute. Die Vermarktung von 5 Tonnen für 5 Millionen Franken zwischen 1997 und 2001 brachte ihm 2006 eine fünfjährige Gefängnisstrafe ein. Sein Hof, seine Felder und 50 weitere Tonnen waren beschlagnahmt worden. Nach mehreren Hungerstreiks, um gegen seine Verurteilung zu protestieren, ist der Hanf-Sänger zurück.

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